Mit der Spürnase des Hundes, den richtigen therapeutischen Riecher haben

Das Arbeiten mit Tieren zu therapeutischen Zwecken und der Einsatz von Tieren als therapeutische Begleithelfer setzen sich in den letzten Jahren mehr und mehr als alternativer Therapie- und Behandlungsansatz durch. Es ist ein komplettierendes Therapieangebot, das nicht durch klassische Behandlungsmethoden zu ersetzen ist, jedoch als Ergänzung einen zusätzlichen, verstärkenden positiven Effekt haben kann. Der Einsatz von Tieren kommt dabei vor allem in den Bereichen Ergotherapie, Heilpädagogik, Psychotherapie, Physiotherapie sowie Sprach- und Sprechtherapie vor.

Auch unser geliebter vierfüßiger Freund, der Hund, lässt mehr und mehr sein Potential als Therapiebegleittier erkennen. Wer bereits in einem der oben genannten Berufsfelder arbeitet und über die Integration eines vierbeinigen, zotteligen Assistenzhundes in sein Therapieangebot nachdenkt, der wird unweigerlich über die Möglichkeit zur Therapiehundeausbildung stoßen. 

Die Teamausbildung - für mehr Hund in der Medizin

Ein Therapiehund kann zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden. In der Regel wird ihre Unterstützung aber darauf zurückgeführt, dass man einen schnelleren und vor allem vertrauensvolleren Zugang zu dem jeweiligen Patienten gewinnt, wenn Hunde in die Arbeit einbezogen werden. Hunde sind besonders empfindsame Geschöpfe und können, mit der richtigen Ausbildung, darauf geschult werden die Emotionen und Empfindlichkeiten der Patienten nicht nur aufzunehmen, sondern auch entsprechend auf sie zu reagieren, gemeinsam mit ihren zu trauern und Schutz bei Unsicherheiten zu bieten.  Die Therapiehundeausbildung ist in Deutschland zentral angelegt.

Sie gilt dabei immer für Therapiehund und Hundeführer. Denn ein Hund als solcher kann nur mit seinem Hundeführer wirklich zum Helfer in der Medizin werden. Aber auch der Hundeführer hat zu lernen, wie sein Therapiehund ihm dabei helfen kann, mit dem Patienten zu kommunizieren. Im Rahmen der Therapiehundeausbildung werden theoretische und praktische Aspekte der Beziehung zwischen Hund und Hundeführer berücksichtig. Denn der Therapiehund kommt immer nur im Team zum Einsatz und kann auch nur sein volles Potential entfalten, wenn es auf ein fundiertes Verhältnis zu seinem Therapiepartner zurückgreifen kann. Das Aufbauen einer vertrauensvollen Beziehung ist daher auch zentrales Anliegen der Ausbildung.   

Da der Einsatz von Therapiehunden ist ausschließlich in 'tiergeschützter Therapieform' vorgesehen, wird aber auch den rechtlichen Aspekten dieser therapeutischen Idee Rechnung getragen.  Grundsätzlich kann ein jeder Hund Therapiehund werden, sofern er über eine entsprechend aufgeschlossene, menschenfreundliche und zutrauliche Natur verfügt. Vor Antritt einer jeden Ausbildung wird die Eignung des Hundes geprüft. Hinsichtlich des Alters und der Vorerfahrungen werden wenige Beschränkungen gemacht; auch wenn das Arbeiten mit Welpen einen gewissen Vorrang erhält. Grundsätzlich liegt der Fokus jedoch auf dem Charakter des Hundes und der bestehenden Beziehung zum Hundeführer.

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